Wo entsorgt man Gartenabfaelle

Für Gartenbesitzer gibt es immer etwas zu tun. Während im Herbst verwelkte Blumen und herabgefallenes Laub entfernt werden muss, steht im Frühjahr die Beet- und Rasenpflege an. Wohin aber mit den Gartenabfällen nach getaner Arbeit? Nachfolgend erklären wir, wo und wie Sie Ihre Grünabfälle richtig entsorgen.

Kompost: Was darf kompostiert werden?

Wenn Sie ausreichend Platz im Garten für einen Kompost haben, dann ist das die ideale Möglichkeit, um Gartenabfälle zu entsorgen. Damit sich die Abfälle bestmöglich zersetzen können, sollten Sie grobe Grünabfälle, wie etwa Äste, mit feinem Abfall, wie etwa Rasenschnitt, mischen. Zudem benötigt der Kompost auch feuchte Abfälle, wie etwa Fallobst und auch trockene Abfälle, wie etwa Herbstlaub. Auf diese Weise entstehen optimale Bedingungen für die Kompostierung der Gartenabfälle.

In den Kompost dürfen jegliche Strauch- und Staudenschnitte, verwelkte Blumen, Herbstlaub und Rasenschnitt. Aufgrund der Fäulnisgefahr sollten Sie jeweils nur eine dünne Schicht Rasenschnitt in den Kompost geben. Damit sich Unkraut auf dem Kompost nicht vermehren kann, sollte es nur dort entsorgt werden, wenn es noch keine Samen ausgebildet hat. Wurzelunkräuter, die sich auch über ihre Wurzel vermehren können, sollten nur getrocknet auf den Kompost geworfen werden. Ebenfalls nicht auf den Kompost gehören auch Teile von Pflanzen, die von einer Krankheit befallen sind.

Was darf in die Biotonne?

Falls Sie keine Möglichkeit haben, um einen Kompost aufzustellen, können Sie kleine Mengen an Grünabfällen auch in der Biotonne entsorgen. Hierzu gehören Grün- und Rasenschnitt in haushaltsüblichen Mengen bis zu einem Kubikmeter. Bei der Entsorgung sollten Sie darauf achten, dass Strauch- und Staudenschnitte oder Äste eine Länge von einem Meter und einen Durchmesser von acht Zentimetern nicht überschreiten. Damit der Platz in der Biotonne möglichst gut ausgenutzt werden kann, sollten Sie Hölzer am besten zerkleinern oder häckseln. Falls Sie größere Mengen an Gartenabfällen zu entsorgen haben, empfiehlt es sich einen Grünschnittcontainer eines örtlichen Entsorgungsbetriebs oder einer ansässigen Sammelstelle zu bestellen.

Große Mengen Grünabfall entsorgen

Gerade im Frühjahr, wenn der Garten auf Vordermann gebracht wird, bietet es sich an, einen Grünschnittcontainer zu bestellen. So sind Sie nicht auf die Biotonne angewiesen und können sicher sein, dass alle Gartenabfälle fachgerecht entsorgt werden. Aber auch hier darf der Gartenabfall eine gewisse Größe nicht überschreiten. Wie auch bei der Entsorgung über die Biotonne müssen Äste, Wurzeln und Strauchschnitte, die über einen Meter lang sind und einen Durchmesser über zehn Zentimeter haben, zerkleinert werden.

Alternativ zum Grünschnittcontainer, können große Mengen an Grünabfällen in der Regel auch über örtliche Grünabnahmestellen entsorgt werden. Hier gelten jedoch die jeweiligen Vorschriften der Gemeinde. Am besten informieren Sie sich im Vorfeld darüber, welche Annahmestellen die Stadt für Gartenabfälle anbietet.

Welche Entsorgung ist verboten?

Viele Gartenbesitzer leben in dem Irrglauben, dass Gartenabfälle natürlichen Ursprungs sind und deshalb auch auf öffentlichen Wald- und Grünflächen entsorgt werden dürfen. Das ist aber nicht der Fall. Auch Gartenabfälle sind Müll und dürfen daher nicht in der freien Natur abgeladen werden. Wer erwischt wird, bekommt mitunter ein saftiges Bußgeld. Zudem schaden die Grünabfälle aus dem Garten der Natur. Gartenabfälle bewirken eine Überdüngung der Böden und können damit langfristig das Ökosystem zerstören.

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