Rauchmelder wo anbringen

Rauchmelder können im Ernstfall Leben retten. Durch die Einführung von Rauchmeldern konnte die Zahl der Brandtoten innerhalb der letzten 15 Jahre halbiert werden. Inzwischen besteht in großen Teilen Deutschlands die Pflicht zur Anbringung von Rauchmeldern. Noch sind nicht alle Bundesländer davon betroffen, aber in den nächsten Jahren wird diese Pflicht auf ganz Deutschland ausgeweitet. Für die Hauseigentümer bedeutet dies, dass sie ihre Wohnungen mit Rauchmeldern ausstatten müssen. Bei Mietwohnungen ist übrigens der Vermieter für die Anbringung von Rauchmeldern zuständig. Auch wenn das Thema schon lange Zeit in den Medien aktuell ist, bleibt die Frage, wo die Rauchmelder angebracht werden müssen, häufig unbeantwortet. Wir erklären Ihnen nachfolgend, für welche Räume die Rauchmelderpflicht gilt und wie Sie die Rauchmelder richtig installieren.

Hinweis: Rauchmelderpflicht in NRW bis Ende 2016

In vielen Bundesländern ist die Regelung zur Installation von Rauchmeldern bereits aktiv. Die Rauchmelderpflicht ist keine Angelegenheit des Bundes, sondern vielmehr der einzelnen Länder. In Nordrhein-Westfalen trat die Einbaupflicht von Brandmeldern für Neu- und Umbauten bereits am 1. April 2013 in Kraft. Die Einbaupflicht für bestehende Wohnungen folgt nun bis Ende 2016. Bis dahin sollten die Eigentümer die Installation von Rauchmeldern vornehmen.

In diesen Räumen müssen Rauchmelder angebracht werden

In der Landesbauordnung von Nordrhein-Westfalen ist aufgeführt, in welchen Räumen die Rauchmelder installiert werden müssen. Zur Sicherheit der Bewohner muss mindestens ein Rauchmelder in jedem Schlaf- und Kinderzimmer angebraucht werden. Zusätzlich müssen alle Flure mit Rauchmeldern versehen werden, die als Rettungswege von Aufenthaltsräumen dienen. Die Rauchmelder müssen zudem so angebracht werden, dass der Rauch frühestmöglich erkannt werden kann. Damit die Wohnung weitflächig abgesichert ist, empfiehlt es sich jeden Wohnraum des Hauses mit einem Rauchmelder auszustatten, auch wenn die Rauchmelderpflicht das nicht vorschreibt.

Rauchmelder in Bad und Küche anbringen?

Das Brandrisiko ist vor allem in der Küche sehr hoch. Dennoch ist es nicht sinnvoll, einen Rauchmelder in der Küche anzubringen. Die mögliche Rauchentwicklung, wenn zum Beispiel etwas in der Pfanne anbrennt, und der aufsteigende Wasserdampf beim Kochen sind häufig die Ursache für Fehlalarme. Das gleiche gilt auch im Badezimmer. Der Wasserdampf setzt sich auf den Sensoren ab und es ertönt der Signalton. Das ist auf Dauer nicht nur nervig, sondern es besteht auch die Gefahr, dass ein „echter“ Alarm nicht mehr ernst genommen wird, da von einem Fehlalarm ausgegangen wird.

So installiert man Rauchmelder

Die Installation der Rauchmelder ist im Prinzip nicht schwer. Für die Montage liegen häufig bereits die benötigten Schrauben und Dübel bei. Dennoch müssen Sie bei der Anbringung der Rauchmelder ein paar Punkte beachten. Der Rauch steigt im Fall eines Brandes nach oben, daher müssen die Rauchmelder in jedem Fall an der Zimmerdecke montiert werden. Hierbei müssen Sie einen Mindestabstand von 50 Zentimetern von den Wänden einhalten. Vor allem bei Räumen im Dachgeschoss müssen Sie darauf achten, dass die Rauchmelder waagerecht montiert werden und nicht etwa an einer Dachschräge oder in der Dachspitze. Da es in der unmittelbaren Nähe von Luftschächten zu starker Zugluft kommen kann, müssen Sie diesen Punkt bei der Montage unbedingt berücksichtigen und einen geschützten Platz für die Installation auswählen. Grundsätzlich sollten Rauchmelder nicht in Räumen installiert werden, in denen es zu starkem Dampf oder einer hohen Staubentwicklung kommen kann. Hier besteht das Risiko von Fehlalarmen.

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