Was passiert mit Streumittelresten?

Langsam aber sicher wird es wärmer, die Tage werden länger. Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne überall durch die Wolkendecke bricht, fängt der Schnee an zu schmelzen. Endlich werden die Straßen und Gehwege wieder von den teils großen Schneemassen befreit, unser Alltag wird in mancher Hinsicht um so manches einfacher. Doch sobald der Schnee beginnt zu schmelzen, fängt es zeitgleich auch überall an zu knirschen. In den Sohlen unserer Schuhe und in den Fahrrad-, Motorrad- und Autoreifen setzen sich die kleinen Steinchen des Streuguts fest.

Was passiert mit Granulat, Salz und Sand, wenn der Schnee geschmolzen ist und welche Risiken bestehen?

Mit den Schuhen tragen wir sie in unsere Häuser, mit den Reifen in die Garagen, große Mengen landen aber auch, durch Regen- und Tauwasser weggespült, in den Kanälen der Städte. Bundesweit liegen nun Unmengen an Streugut in Form von Sand und Split auf den Straßen und Gehwegen, die jetzt, wo der Schnee schmilzt, immer mehr zum Vorschein kommen. Im Laufe des Winters wurden diese größtenteils wohl mit allerlei Schadstoffen belastet, wie Abgasrückstände, Gummi- und Asphaltabrieb und Motoröl. Aber auch Salzreste können mitunter noch auf den Straßen liegen, die es nun allesamt gilt, zu entfernen.

Was muss beim Räumen beachtet werden?

Ob nun Stadtreinigung oder Privatleute, alle sind sie nun gefragt, wenn es um das Thema Straßenreinigung und die damit verbundene Entfernung von Sand, Split und Streusalz geht. Dabei sollte man jedoch das eine oder andere unbedingt beachten. Einfach liegen lassen sollte man es auf keinen Fall, denn sonst trägt man es selbst nach Monaten noch ins Haus und beschädigt dort unnötig die Fliesen, das Parkett und das Laminat. Außerdem würde es nach und nach mit jedem Regen immer weiter in die Kanalisation gespült werden, wo es schließlich irgendwann womöglich zu einer Verstopfung der selbigen kommen kann, wenn sich erst einmal genug angesammelt hat. Außerdem besteht damit die Gefahr, dass Schadstoffe dadurch in das Grundwasser gelangen können, wenngleich es sich dabei auch nur um geringe Mengen handeln mag.

Verwendetes Streugut entfernen

Damit nun also weder die Fußböden beschädigt noch die Natur unnötig belastet wird, sollten Sie Sand, Granulat und Salzreste jetzt von den Gehwegen und auch aus Ihrer Einfahrt entfernen. Denn die Stadtreinigung ist ausschließlich für die Straße zuständig, nicht jedoch für öffentliche Gehwege vor Ihrem Haus und noch weniger für Ihr Privatgrundstück. Doch wohin soll der Kehricht nun hin?

Auch wenn es sich bei Sand und Granulat grundlegend um natürliche Materialien handelt – das Granulat besteht häufig aus zermahlener Lava oder Basaltsplit – so darf es auf keinen Fall in die Biotonne, auch sollten Sie es keineswegs auf dem Komposthaufen entsorgen. Aufgrund der unter Umständen vorhandenen Schadstoffe kann es auch hier mehr Schaden anrichten als gut wäre. Sinnvoller ist es daher, es wie den regulären Kehricht in der Restmülltonne zu entsorgen. Sollte das Streugut hingegen noch sauber sein, weil Sie es zum Beispiel lediglich auf einem von Kraftfahrzeugen unbefahrenen Wohnweg ausgestreut haben, spricht nichts dagegen, wenn Sie dieses nach dem Aufkehren in einem geeigneten Behältnis bis zum nächsten Winter aufbewahren, um es dann erneut zu verwenden.

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