Wie verläuft eine Klimaanlagenreinigung

Jedes Jahr im Frühjahr, wenn wieder die Pollen durch die Luft schweben, beginnt für Allergiker eine regelrechte Tortur. Vor allem sie sind es, die den Einsatz einer Klimaanlage zu schätzen wissen. Immerhin regelt die Klimaanlage nicht nur die Raumtemperatur, sondern sie filtert sämtliche Pollen und Allergene aus der Luft. Sie sorgt somit für saubere Raumluft, jedoch nur, wenn sie regelmäßig gewartet und gereinigt wird.

Wieso muss die Klimaanlage gereinigt werden?

In jeder Klimaanlage befindet sich eine Quelle vielen Übels: Der Verdampfer. Hier entsteht ständig Kondensationsfeuchtigkeit, die für Schimmelpilze, Keime und Bakterien ein hervorragendes Klima bietet. Diese können sich auf dem Verdampfer stark vermehren und werden schließlich über die Lüftung direkt in den Raum geblasen. Das ist nicht nur mit einem besonders unangenehmen Geruch verbunden, sondern kann auch verantwortlich für Allergien und Atemwegserkrankungen sein. Mit einer regelmäßigen Reinigung können Sie diese Probleme allerdings sehr gut vermeiden.

Wie oft sollte eine Klimaanlage gereinigt werden?

Grundsätzlich gilt, dass es bei kleineren Klimaanlagen mit weniger als 3 kg Kühlflüssigkeit ausreicht, wenn diese alle zwei bis drei Jahre gereinigt wird. Hat die Klimaanlage eine größere Kapazität, ist eine jährliche bis halbjährliche Reinigung empfehlenswert.

Der Verdampfer: Hauptangriffspunkt der Klimaanlage

Damit Ihre Klimaanlage einwandfrei arbeiten kann, muss der Verdampfer regelmäßig gereinigt werden. Um diesen jedoch gründlich zu säubern, müssen Sie einen direkten Zugang zu diesem Bauteil haben. Zwar hört man immer wieder davon, dass die Klimaanlage auch ohne einen direkten Zugang zum Verdampfer gereinigt werden könne, doch sind entsprechende Verfahren nicht so gründlich und müssen entsprechend häufiger vorgenommen werden.

Wenn Sie direkt auf den Verdampfer zugreifen können, dann gilt es, diesen vollständig zu trocknen. Anschließend wird er mit desinfizierenden Reinigungsmitteln bearbeitet, um Schimmelpilze und Bakterien abzutöten. Danach muss der Verdampfer erneut getrocknet werden.

Auch wenn dies nicht ganz so zuverlässig funktioniert, können Sie die Klimaanlage auch mit einer schnelleren Variante säubern. Sie wird in diesem Fall regelmäßig mit einem Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis desinfiziert. Dieses wird bei laufender Anlage direkt in die Ansaugöffnungen gesprüht. Zuvor müssen Sie aber die Pollenfilter herausnehmen. Diese können Sie problemlos unter lauwarmem Wasser auswaschen oder im Bedarfsfall gegen neue Filter ersetzen. Die Filter sollten ohnehin wenigstens einmal im Jahr gewechselt werden.

Der Verflüssiger: Er bringt die Kühlflüssigkeit erst zum Fließen

Nachdem Sie den Verdampfer gereinigt haben, können Sie sich dem Verflüssiger zuwenden, auch Kondensator genannt. Dieser ist dafür zuständig, das Kühlmittel – wie es sein Name schon verrät – wieder zu verflüssigen, nachdem es durch den Verdampfer verdampft wurde. Hierfür verwenden Sie am besten Druckluft, ein 8-bar-Kompressor dürfte dafür ausreichen. Damit blasen Sie sämtliche Verunreinigungen wie zum Beispiel Pollen oder Staub aus den Lamellen des Kondensators. Dabei müssen Sie allerdings unbedingt darauf achten, dass Sie die Druckluftpistole so halten, dass die Druckluft gerade durch die Lamellen geht und die Verunreinigungen unmittelbar herausgepustet werden. Auf keinen Fall sollten Sie schräg oder von der Seite auf die Lamellen pusten, da die feinen Lamellen sehr leicht verbiegen können.

Der Kondenswassertank

Die meisten Klimaanlagen verfügen über einen Kondenswassertank. Ausnahme hiervon sind vor allem Modelle, die im Außenbereich angebracht sind: Sie befördern in der Regel das Kondenswasser über einen Schlauch einfach nach draußen. Besitzt Ihre Klimaanlage einen Kondenswassertank, dann muss auch dieser des Öfteren gereinigt werden, da sich auch hier schnell Schimmel bilden und Bakterien und Keime sammeln können.

Bild: © sima/Shutterstock.com