Balkon und Terrasse richtig reinigen

Auch wenn der Winter so manche schöne Seiten hat, sind leider auch Schattenseiten vorhanden – zum Beispiel für Balkon und Terrasse. Gartenmöbel, Pflanzkübel, Geländer und Bodenbelag sind in den kalten und feuchten Monaten durch Moos und Algen in Mitleidenschaft gezogen. Zwar mag so mancher Stein durch die grüne Patina, die sich gebildet hat, durchaus interessant aussehen und fast schon antik wirken. Allerdings sind Moos und Algen nicht überall erwünscht, zudem kann der Bodenbelag sogar glitschig werden und ein Risiko bedeuten. Daher ist die erste Maßnahme im Frühjahr Balkon und Terrasse von unerwünschtem Moos und den Algen zu befreien. Um Grünbefall zu entfernen, gibt es verschiedene Mittel – beckerhausmeister.de stellt Ihnen die wichtigsten vor.

Verschiedene Böden richtig reinigen

Je nach Material der Balkon- oder Terrassenplatten bedarf es einer anderen Reinigungsmethode, da diese sonst Schaden nehmen könnten. Am häufigsten werden Böden aus Beton oder Holz verwendet, daher möchten wir uns auf diese beiden Varianten konzentrieren.

Beton

Von Betonböden lassen sich Moos und Algen am besten entfernen – sogar ganz ohne Chemie. Hier reicht es in der Regel bereits aus, die Oberfläche mit einer harten Bürste abzuschrubben und anschließend mit Wasser abzuspülen. Diese Herangehensweise bedarf aber viel Muskelkraft, was vor allem bei großen Flächen wirklich anstrengend werden kann. Alternativ können Sie auch zum Hochdruckreiniger greifen. Achten Sie bei einem Belag aus Betonsteinen auf die Herstellerangaben – nicht jedes Fabrikat kann mit einem Hochdruckreiniger gesäubert werden. Fegen Sie zunächst den Boden um groben Schmutz zu entfernen. Greifen Sie erst dann zum Hochdruckreiniger und arbeiten Sie sich systematisch von einer Seite zur anderen vor. Wenn Sie Fett und Öl entfernen müssen, kann warmes Wasser Wunder wirken.

Holz

Ist der Terrassenboden aus Holz, reicht häufig bereits etwas warmes Wasser mit ein wenig Spülmittel aus. Bei hartnäckigen Flecken können Sie auch Waschsoda oder Speisestärke verwenden und erhalten so einen Reiniger, der zwar mild ist, aber dennoch effizient wirkt und daher eine gute Alternative zu den oft sehr aggressiven und umweltschädlichen Reinigern aus dem Baumarkt darstellt. Mit dem Hochdruckreiniger darf der Holzboden jedoch auf keinen Fall behandelt werden, denn durch den hohen Druck werden die weichen Holzfasern beschädigt. Es stellen sich winzige Splitter auf, so dass Algen und Moos umso besser wachsen. Auch kann Feuchtigkeit in das Holz eindringen.

Nach dem Reinigen von Holzböden ist es wichtig das Holz nicht sofort zu versiegeln, da dadurch Feuchtigkeit eingeschlossen werden würde. Erst wenn der Bodenbelag vollständig durchgetrocknet ist, können Sie das Holz mit einer Lasur und Öl imprägnieren. Bei witterungsbeständigen Teak, Douglasie oder Akazie kann die Lasur entfallen.

Diese Reinigungsmittel helfen am besten

Ein sehr effektiver Reiniger zum Entfernen von Grünbelag auf dem Boden ist Essigreiniger. Hier können Sie wahlweise Essigessenz oder herkömmlichen Haushaltsessig im Verhältnis 1:10 mit Wasser mischen. Diese Mischung gießen Sie großzügig auf dem Terrassenboden und lassen es einwirken. Schon der nächste Regen wird den Schmutz wie von Zauberhand wegspülen. Bei Böden aus Naturstein, Marmor oder Kalk ist von dieser Methode jedoch abzuraten, da die Säure das Material angreifen kann. Verwenden Sie hier besser warmes Wasser, etwas Spülmittel und eine Bürste. Auch Waschsoda ist sehr effektiv und zudem sogar richtig günstig. Geben Sie 100 Gramm Waschsoda in 5 Liter kochendes Wasser, lassen Sie das Gemisch ein wenig abkühlen und tragen Sie es anschließend auf den Boden auf. Sobald sich die Lauge grün verfärbt, können Sie die Flüssigkeit abspülen.

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