Gartenpflege bei Mehrfamilienhaus

Sobald die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, zieht es die Menschen nach draußen. Auch ohne Eigenheim können viele Mieter die Vorzüge eines Gartens genießen und den Sommer gemeinsam mit den Nachbarn im Freien verbringen. Damit der Garten jedoch gepflegt und einladend ist, muss er regelmäßig gepflegt werden. Während für die Mieter diese Aufgabe Sache des Vermieters ist, sieht dieser die Bewohner in der Pflicht. So einfach ist jedoch nicht. Lesen Sie hier, wer für die Gartenpflege zuständig ist und welche alternativen Möglichkeiten es gibt.

Wer muss sich kümmern?

Die Pflege des Gartens ist häufig Anlass für Unstimmigkeiten zwischen Vermieter und Mieter. Grundsätzlich ist der Eigentümer des Hauses für die Pflege des Grundstückes verantwortlich. Allerdings hat der Vermieter die Möglichkeit diese Aufgabe an die Mieter zu übertragen. Hier reicht jedoch keine mündliche Vereinbarung, vielmehr muss die Gartenarbeit ein Bestandteil des Mietvertrages sein. In diesem Fall muss die Gartenpflege von den Mietparteien übernommen werden.

Gartenpflege in den Nebenkosten enthalten – ist das zulässig?

Falls der Vermieter die Gartenpflege selbst übernimmt, dann darf er die dafür anfallenden Kosten auf die Mieter umlegen. Hier gilt jedoch: Eine Abrechnung über die Nebenkosten ist nur zulässig, wenn die Umlegung im Mietvertrag festgehalten ist. Ansonsten darf der Vermieter den Mietern keine Kosten für die Gartenpflege berechnen. Falls der Garten nur für einen Teil der Mieter zur Verfügung steht, dann dürfen die durch die Pflege entstehenden Kosten nur den Mietparteien berechnet werden, welche die Gartenanlage auch tatsächlich nutzen.

Welche Tätigkeiten muss der Mieter übernehmen?

Wenn der Mieter für die Gartenarbeit zuständig ist, dann richtet sich der Umfang der Tätigkeit danach, was im Mietvertrag vereinbart wurde. Ist im Mietvertrag eine allgemeine Gartenpflege aufgeführt, dann betrifft dies einfache Gartenarbeiten. Dazu gehören zum Beispiel das Mähen des Rasens, die Entfernung von herabgefallenem Laub und das Jäten von Unkraut. Das Vertikutieren der Rasenfläche, das Düngen der Pflanzen oder das Beschneiden von Bäumen fällt nicht darunter. Auch die Häufigkeit ist dann den Mietern überlassen. Solange der Garten regelmäßig gepflegt wird, können die Mieter selbst entscheiden, wie oft sie den Rasen mähen. Anders sieht es aus, wenn die Art und der Umfang der Tätigkeit vertraglich geregelt sind. In diesem Fall müssen sich die Mieter zwingend daran halten, auch wenn die Gartenarbeit etwa das Schneiden der Hecke beinhaltet. Es empfiehlt sich daher, vor dem Unterzeichnen den Mietvertrag genauestens durchzulesen. So bleiben Ihnen böse Überraschungen erspart.

Welche Möglichkeiten gibt es, wenn man die Gartenarbeit nicht selbst erledigen kann?

Die Pflege des Gartens ist häufig mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden. Gerade berufstätige Menschen stellt dies oftmals vor ein Problem. Doch auch, wenn die Übernahme der Gartenpflege im Mietvertrag festgehalten ist, bedeutet das nicht, dass die Mieter dieser Aufgabe selbst nachkommen müssen. In diesem Fall kann die Pflege des Gartens auch an einen Hausmeisterservice übergeben werden. Die Kosten dafür müssen dann natürlich von den Mietern getragen werden. Je nach Zeit und Aufwand kann die Pflege des Gartens entweder vollständig an einen Hausmeisterservice übergeben werden oder die Mieter, die sich nicht selbst kümmern können, nutzen diese Dienstleistung für die ihnen übertragenen Tätigkeiten.

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