Haltestelle räumen

Der Winter ist nicht nur mit Freuden verbunden, sondern auch mit dem lästigen Schneeräumen. Jedes Jahr aufs Neue ärgern sich Fußgänger über nicht gebahnte oder gestreute Gehwege und Treppen. Kommt es jedoch zu einem Unfall, dann haftet der für die Räumpflicht Verantwortliche für den entstandenen Schaden. Ein Grund mehr, um der Räumpflicht gewissenhaft nachzukommen. Obwohl das Thema in jedem Winter wieder aktuell ist, wissen viele Eigentümer und Mieter nicht, auf welche Bereiche sich die Räumpflicht bezieht. Gebahnt werden müssen nicht nur die eigenen Wege, sondern auch öffentliche Gehwege, die an das eigene Grundstück angrenzen. Doch wie sieht es mit Bushaltestellen aus? Die Antwort erhalten Sie hier.

Muss man als Eigentümer oder Mieter Bushaltestellen räumen und streuen?

Die Räumpflicht von öffentlichen Wegen muss in der Regel von den Anliegern erledigt werden. Diese Pflicht bezieht sich nicht nur auf Gehwege, sondern auch auf Bushaltestellen, die sich in diesem Bereich befinden. Hierbei gelten die gleichen Vorschriften wie bei Gehwegen auch. Werktags müssen die Wege bis 7 Uhr geräumt werden, an Sonn- und Feiertagen müssen diese um 9 Uhr gefahrlos begehbar sein. Die Räumpflicht endet um 20 Uhr. Bei starkem Schneefall müssen die Anlieger mehrmals täglich zur Schneeschaufel greifen. Falls Sie aus gesundheitlichen oder zeitlichen Gründen dazu nicht in der Lage sind, dann müssen Sie dafür Sorge tragen, dass die Räumpflicht zum Beispiel durch einen Räumdienst erledigt wird.

Worauf muss man achten?

Das Räumen der Bushaltestellen allein reicht nicht aus. Vielmehr müssen diese so geräumt werden, dass die Fahrgäste gefahrlos ein- und aussteigen können und ein sicherer Zugang zum Bus gewährleistet ist. Daher muss nicht nur der Gehweg von Schnee und Eis befreit werden, sondern auch ein Zugang zur Straße freigeräumt werden, an dem die Fahrgäste problemlos zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangen.

Neben dem Schneeräumen sollten die Anlieger die Bushaltestellen auch mit einem geeigneten Streumaterial streuen. In vielen Gemeinden ist die Verwendung von Streusalz nur in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel Eisregen, oder an Gefahrenstellen, wie etwa Treppen oder Brücken, gestattet. Ansonsten sollten Sie zu anderen Streumitteln greifen. Als Alternative zu Streusalz eignen sich Granulat, Sand oder Rollsplit. Diese reduzieren ebenfalls die Rutschgefahr, sind aber unbedenklich für die Umwelt.

Übernimmt diese Aufgabe auch ein Räumungsdienst?

Bei starkem Schneefall reicht es nicht aus, wenn Sie die Gehwege und Bushaltestellen nur morgens und abends räumen und streuen. Sobald der Schneefall nachlässt, muss der neu gefallene Schnee beseitigt werden. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Sie berufstätig sind und gar nicht zuhause sind oder aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage sind. Wenn es Ihnen nicht möglich ist, mehrmals täglich Schnee zu räumen, müssen Sie einen Dritten dazu beauftragen. Am einfachsten ist es, wenn Sie gleich einen Räumdienst für das Schneeräumen und Streuen beauftragen. Dieser übernimmt nicht nur das Bahnen und Streuen, sondern sorgt auch dafür, dass die Pflichten ordnungsgemäß erledigt werden. Selbstverständlich kümmert sich der Räumungsdienst auch um das Räumen und Streuen der Bushaltestelle. So müssen Sie sich nicht selbst darum kümmern und kommen Ihrer Räumpflicht in ausreichendem Maße nach.

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