Wer ist für die Wartung der Heizung zuständig

Wer es im Winter angenehm warm in seiner Wohnung haben möchte, der muss wohl oder übel die Heizung aufdrehen. Aufgrund der immer weiter steigenden Heizkosten möchten die meisten Bewohner jedoch die finanzielle Belastung so gering wie möglich halten und suchen an jeder Stelle nach Einsparmöglichkeiten. Bei der Wartung der Heizungsanlage sollten Sie jedoch nicht sparen, denn diese Einsparung kann Sie unter Umständen teuer zu stehen kommen. Doch wer muss eigentlich die Kosten für die Wartung in einer Mietwohnung übernehmen? Die Antwort auf diese Frage erhalten Sie hier bei uns.

Warum überhaupt Heizungswartung?

Während die Einsparmöglichkeiten bei den Heizkosten schnell ausgeschöpft sind, denken viele Mieter oder Eigentümer, dass sie auch bei der jährlichen Wartung der Heizung Geld einsparen können. Eine gute Idee ist es jedoch nicht, denn ohne Wartung kann der Gas- oder Ölverbrauch der Anlage um bis zu zehn Prozent ansteigen. Zusätzlich trägt die jährliche Wartung zur Erhaltung der Heizungsanlage bei. Im Rahmen der Wartung werden Verschleißteile, wie zum Beispiel die Brennerdüse, ausgetauscht. Außerdem erfolgt eine Reinigung des Kessels und des Brenners und wenn nötig wird der Brenner nachjustiert. Übrigens ist die Wartung nicht mit der Abgasmessung des Schornsteinfegers zu vergleichen. Der Schornsteinfeger kontrolliert lediglich die Emissionswerte der Heizungsanlagen. Bei der Wartung hingegen liegt das Hauptaugenmerk auf der Funktion.

Heizungswartung: Mieter- oder Vermietersache?

Die Nebenkosten sind häufig Anlass für Unstimmigkeiten zwischen Vermieter und Mieter – das bezieht auch die Heiznebenkosten ein. Viele Mieter vertreten den Standpunkt, dass die Wartung der Heizung vom Vermieter getragen werden muss, da diese ja den Erhalt sichert. Rechtlich gesehen sind die Wartungskosten jedoch vom Mieter zu tragen und der Vermieter kann diese umlegen. Lediglich Reparaturen müssen vom Vermieter getragen werden. Die Wartungskosten können sowohl bei Etagenheizungen als auch Zentralheizungen auf die Mieter umgelegt werden.

Wie oft muss die Heizung gewartet werden?

Empfohlen wird ein Wartungsintervall von einem Jahr. Durch die Wartung kann die Lebensdauer der Heizungsanlage entsprechend verlängert werden, daher sollte keine Wartung ausgelassen werden und jährlich der Heizungsfachmann zur Überprüfung bestellt werden. Idealerweise lassen Sie die Wartung vor der Heizperiode durchführen. So wird sichergestellt, dass die Heizung einwandfrei funktioniert und die Heizkosten nicht unnötig hoch ausfallen.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Wartungskosten sind je nach Heizungsanlage unterschiedlich. Für eine Etagenheizung, die lediglich eine Etage beziehungsweise eine Mieteinheit versorgt, liegen die Kosten für die Wartung bei ungefähr 70 bis 100 Euro. Handelt es sich hingegen um eine Heizungsanlage in einem Mehrfamilienhaus, dann laufen für die Wartung Kosten in Höhe von ungefähr 350 Euro auf. Eine Feinjustierung der Heizungsanlage hingegen ist etwas teurer. Hier betragen die Kosten rund 500 Euro. In der Regel ist die Feinjustierung aber nur nach einer Modernisierung der Heizungsanlage notwendig. Hierbei wird geprüft, ob die Heizkörper in den Wohnungen jeweils ausreichend Wasser erhalten, um die Räume aufzuwärmen. Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass die Heizkörper auf höchster Stufe nur lauwarm werden, während andere auf einer niedrigen Stufe schon heiß werden.

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