Warum piept der Rauchmelder ohne Rauch

Rauchmelder sind mittlerweile in nahezu allen Bundesländern zur Pflicht geworden. Die Installation eines Rauchmelders kann im Fall eines Brandes Leben retten. Vor allem im Schlaf bleibt die Rauchentwicklung unentdeckt und die Flammen können sich ungehindert ausbreiten. Der Signalton des Rauchmelders macht die Bewohner frühzeitig auf die Gefahr aufmerksam und schützt so Leib und Leben. So nützlich die kleinen Lebensretter auch sind, wenn es zu einem Fehlalarm kommt, dann kann das schnell nerven. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, wie es zu einem Fehlalarm kommt und was Sie dagegen tun können.

Woher kommt der Fehlalarm?

Die Ursachen für einen Fehlalarm sind sehr verschieden. Dennoch sollten Sie zunächst bei jedem Alarm prüfen, ob nicht ein Brand den Signalton ausgelöst hat, bevor Sie von einem Fehlalarm ausgehen. Vor allem, wenn die Rauchmelder in der Küche oder im Badezimmer angebracht sind, kommt es oftmals zu Fehlalarmen. Verantwortlich hierfür ist der Wasserdampf, der in den Rauchmelder gelangt und zu einem Fehlalarm führt. Abhilfe schafft hier eine fachgerechte Montage der Rauchmelder. Grundsätzlich gehören Rauchmelder nicht in das Bad oder die Küche. In vielen Fällen ertönt das Signal des Rauchmelders in der Nacht und reißt die Bewohner aus dem Schlaf. Ursache für den Fehlalarm sind dann häufig kleine Spinnen oder Insekten, die in den Rauchmelder klettern und zu einer Unterbrechung des optischen Signals führen.

Nicht vergessen werden dürfen auch die Signaltöne, die ertönen, wenn die Batterie nachlässt oder ein technischer Defekt vorliegt. Laut Gesetz muss der Betrieb der Rauchmelder mindestens ein Jahr durch die gleiche Energiequelle gewährleistet werden. Zusätzlich müssen die Bewohner auf den Batteriewechsel aufmerksam gemacht werden. Vier Wochen bevor die Funktionsfähigkeit der Rauchmelder erlischt, ertönt daher in regelmäßigen Abständen ein Signalton solange, bis die Batterie getauscht wurde. Die Signaltöne unterscheiden sich jedoch vom Alarmton und ertönen meist nicht dauerhaft, sondern lediglich intervallweise.

Wie kann man den Piepton beenden?

In der Regel kann der Alarm am Rauchmelder deaktiviert werden, sollte es zu einem Fehlalarm kommen. Falls kein Fehlalarm die Ursache für den Signalton ist, sondern vielmehr ein Defekt dahinter steckt, dann hilft oftmals ein Blick in die Betriebsanleitung des Rauchmelders weiter. Hier können Sie nachlesen, welcher Fehler sich hinter dem Signalton verbirgt und wie Sie den Alarm auch wieder abstellen. Falls der Batteriewechsel ansteht, dann setzen Sie schnellstmöglich eine neue Batterie ein. So beenden Sie den Piepton und der Brandschutz wird auch weiterhin gewährleistet.

So wartet man Rauchmelder

Für eine einwandfreie Funktion raten Brandschutzexperten, den Rauchmelder regelmäßig zu warten. Einmal wöchentlich sollten Sie die Funktion des Rauchmelders prüfen. Hierfür müssen Sie nur den Testknopf drücken. Ertönt der Alarmton, so können Sie sichergehen, dass die Sensoren und das akustische Signal des Rauchmelders fehlerfrei funktionieren. Zusätzlich sollte der Rauchmelder einmal im Monat gereinigt werden. Nehmen Sie hierfür den Rauchmelder von der Decke und prüfen Sie das Innenleben auf Verunreinigungen. Die Lufteinlässe und die optischen Sensoren sollten frei von Staub und Schmutz sein. Für die Reinigung dürfen keine scharfen Reinigungsmittel verwendet werden. Es reicht aus, wenn Staub und Schmutz mit einem weichen Tuch abgewischt werden. Nach der Reinigung muss der Rauchmelder wieder aktiviert werden.

Bild: © TerryM/Shutterstock.com