Undichte Fenster - was tun

Sobald es draußen kalt wird, möchte man es im Haus umso angenehmer haben. Deshalb werden Sie auch spätestens mit dem ersten Kälteeinbruch im Herbst die Heizung aufzudrehen, damit es drinnen wohlig warm wird. Unangenehm wird es aber, wenn die Fenster nicht ganz abschließen und es zu allen Ecken herein zieht. Dabei ist Zugluft alles andere als gut für die Gesundheit. So sind Sie deutlich anfälliger für Erkältungen, wenn in Ihrer Wohnung dauerhaft Durchzug herrscht. Zugluft kann auch die Muskeln auskühlen und so Verspannungen verursachen, bis hin zu einem steifen Nacken.

Sie können aufgrund eines undichten Fensters also durchaus krank werden. Erfahren Sie daher hier, was Sie dagegen tun können.

Ursachen und Lösungen bei undichten Fenstern

Der häufigste Grund für undichte Fenster sind alte, poröse Fensterdichtungen, die mit den Jahren aushärten und brüchig werden. Deshalb sollten Sie bei neuen Fenstern Vorkehrungen treffen, damit es gar nicht erst soweit kommen kann. Sorgen Sie deshalb vor und behandeln Sie die Gummidichtungen der Fenster regelmäßig mit einem speziellen Pflegestift aus dem Baumarkt. Dieser ist meist beispielsweise aus Hirschtalg, der direkt auf das Gummi aufgetragen wird und es so geschmeidig und elastisch hält. Sie können aber auch ganz einfach auf die altbewährte Vaseline zurückgreifen.

Gerade bei alten Holzfenstern kann es oftmals auch vorkommen, dass sich diese im Laufe der Jahre oder sogar Jahrzehnte verziehen, wodurch sich Spalten zwischen dem Fensterflügel und dem Fensterrahmen bilden. Solche Spalten können Sie recht einfach abdichten, indem Sie spezielle selbstklebende Dichtstreifen in den Fensterrahmen einkleben. Solche Dichtstreifen gibt es in verschiedenen Ausführungen, beispielsweise aus Schaumstoff und oder Gummi. Schaumstoff hat den Vorteil, dass er recht günstig ist, jedoch ist die Haltbarkeit nicht so lang, weshalb Sie solche Dichtstreifen schon bald wieder erneuern müssen. Greifen Sie deshalb am besten gleich zu Gummidichtungen, auch wenn diese deutlich teurer sein können als solche aus Schaumstoff. Im Gegenzug können sie gut und gerne 15 Jahre lang halten.

Alte Fenster – welche Rechte haben Sie als Mieter?

Gerade Altbauwohnungen sind bei vielen Menschen aufgrund ihrer besonderen Wohnatmosphäre und ihres großzügigen Schnitts überaus beliebt. Allerdings sind alte Wohnungen in der Regel auch mit alten Fenstern verbunden, die entsprechend undicht sein können. Wird dies nicht direkt beim Einzug in die Wohnung gegenüber dem Vermieter beanstandet, wird es recht schwierig sein, eine Mietminderung oder eine Reparatur durchzusetzen. Fakt ist aber, dass undichte Fenster die Heizkosten gerade im Winter enorm in die Höhe treiben können, da die Wärme viel zu schnell entweichen kann. Für viele Mieter stellt sich dann die Frage, ob der Vermieter nicht verpflichtet ist, die undichten gegen neue Fenster zu austauschen. Da dies allerdings für ihn mit sehr hohen Kosten verbunden ist, werden Sie hier sicherlich nicht gerade auf große Gegenliebe treffen, wenn Sie den Vermieter darauf ansprechen.

Die Rechtsprechung sieht aber spätestens dann Handlungsbedarf seitens des Vermieters, wenn es Ihnen trotz Dauerheizen auf maximaler Heizstufe nicht möglich ist, die Raumtemperatur auf ein zumutbares Level zu bringen. Dieser Grenzwert liegt bei mindestens 20 -22° C. Wenn Sie heizen, es in der Wohnung aber dennoch kalt bleibt, dann muss der Vermieter handeln, ansonsten können Sie die Miete mindern. Dabei spielt es aber immer auch eine Rolle, ob die Fenster bereits bei Ihrem Einzug nachweislich mangelhaft waren und dies schriftlich protokolliert wurde, oder ob sie erst mit den Jahren undicht geworden sind.

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