Schädlinge im Haus - was tun

Es kann ganz schnell mal dazu kommen, dass sich Ungeziefer in Ihrem Haus einnistet. Manches Ungeziefer ist dabei einfach nur nervig, aber einige von ihnen können gefährlich werden und Krankheiten übertragen. Besonders im Sommer, wenn die Temperaturen wieder steigen, tummeln sich wieder viele nicht erwünschte Gäste in Ihrem Haus. Doch was genau hilft eigentlich gegen dieses Ungeziefer? In diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie über Schädlinge in Ihrem Haus wissen müssen und wie Sie gegen diese vorgehen und sie bekämpfen können.

Diese Schädlinge gibt es

Ungeziefer in der Wohnung gibt es häufig. Lästig wird es, wenn es nicht bei gelegentlichen Besuchen bleibt, sondern sich die Tiere dauerhaft einnisten. Das kann etwa bei Fruchtfliegen, Ameisen, Motten oder auch Silberfischchen geschehen. Die Gründe, weshalb sie sich bei Ihnen zuhause einnisten, sind unterschiedlich. Die einen Tiere werden durch Lebensmittel angezogen, andere hingegen eher durch das Licht. Es kann jedoch auch dazu kommen, dass kleine Nagetiere, wie Ratten oder Mäuse, sich in Ihr Haus verirren.

Neben dem Ungeziefer im Haus, gibt es auch noch speziell Ungeziefer, welches sich in Ihrem Bett breit macht. Dazu gehören zum einen die Bettwanzen, welche Sie nicht nur bei Ihrem erholsamen Schlaf stören, sondern durch deren Einstiche es auch dazu kommen kann, dass sich Entzündungen bilden. Die Bettwanzen sind tagsüber nicht anzutreffen, da sie sich zu dieser Zeit in Ritzen geschützt aufhalten und erst nachts aktiv werden.

Von Haustieren können auch Parasiten eingeschleppt werden. Am häufigsten sind dies Flöhe, jedoch auch Zecken, die sich noch nicht fest gesaugt haben.

Tipps gegen Schädlinge

Prävention ist besser als Bekämpfung: Die wichtigsten Maßnahme ist also, die Schädlinge gar nicht erst ins Haus zu lassen. Gegen Motten können Sie sich schützen, indem Sie das Licht ausschalten, wenn Sie nachts bei geöffnetem Fenster schlafen oder kurz vor dem Schlafen noch einmal kurz durchlüften möchten. Falls Sie Haustiere in Ihrem Haushalt haben, wäre es ratsam, Ihnen ein Flohhalsband anzulegen, damit sie keine Flöhe einschleppen.

Wenn Sie Schädlinge in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung entdecken, ist es wichtig, dass Sie sofort etwas tun. Besonders weil sich Ungeziefer sich sehr schnell vermehren kann, ist Eile geboten. Sobald Sie also ein Ungeziefer entdecken, sollten Sie auf jeden Fall die Augen offenhalten.

Ihr Ziel muss sein, es den Schädlingen so ungemütlich wie möglich zu machen. Aushungern ist immer eine gute Möglichkeit: Lassen Sie bei einem Befall mit Fruchtfliegen oder Ameisen keine Nahrungsmittel offen herumstehen. Befreien Sie auch den Fußboden regelmäßig von heruntergefallenen Krümeln und anderen Resten. Wenn Sie Motten im Kleiderschrank haben, empfiehlt es sich, den Kleiderschrank regelmäßig auszumisten. Denn die Lagerung der Kleidung ist das eigentliche Problem, da Motten in den meisten Fällen die Kleidungsstücke anfressen, die Sie nicht so oft tragen.

Im Badezimmer finden sich außerdem auch Silberfische, welche eine feucht-warme und dunkle Umgebung mögen und sich von Schimmelpilzen und von Haar- und Hautresten ernähren. Gegen die Silberfische hilft es, wenn Sie das Badezimmer regelmäßig sowohl lüften als auch saugen. Sie können die Silberfische auch mit einer halbierten Kartoffel anlocken und diese dann einfach in den Mülleimer werfen.

Sollten Sie eine Maus oder Ratte in Ihrem Zuhause finden, kann die Bekämpfung schwieriger werden. Empfohlen ist der Einsatz von Fallen. Sie können hier zwischen zwei verschiedenen Systemen wählen: Einer Lebendfalle oder der klassischen Schlagfalle. Welche Variante Sie verwenden, ist Ihre eigene Entscheidung. Beachten Sie bitte – laut Tierschutzgesetz sind Sie in jedem Fall dazu verpflichtet, die Fallen zweimal am Tag zu überprüfen! Von der Verwendung von Gift in Eigenregie möchten wir Ihnen abraten: Haustiere und Kinder könnten sich ebenfalls vergiften. Dazu müssen Sie in Ihrem Haus regelmäßig nach den Kadavern der verendeten Nagetiere suchen.

Wenn nichts hilft: Professionelle Hilfe

In den meisten Fällen reicht es aus, mit Haushaltsmitteln oder einfach durch Prävention die Schädlinge zu vertreiben. Bei starkem Befall oder einer unbekannten Herkunft der Schädlinge ist es jedoch ratsam, sich professionelle Hilfe zu holen. Gleiches gilt, wenn der Einsatz von Chemikalien unvermeidlich ist.

Dabei kann Ihnen ein ausgebildeter Schädlingsbekämpfer, auch bekannt als Kammerjäger, helfen. Sie selber sollten lieber die Finger von chemischen Mitteln zur Schädlingsbekämpfung lassen, da die falsche oder auch unnötige Anwendung viele Probleme nach sich ziehen kann. Dazu gehört, dass der Befall sich ausbreiten kann oder die Mittel gesundheitsschädliche Rückstände hinterlassen können, welche die Bewohner belasten.

Sollte Ihr Haustier mal mit Flöhen nach Hause kommen, können Sie sich am besten von Ihrem Tierarzt beraten lassen. Er kann Ihnen die richtigen Präparate empfehlen und Sie auch darin beraten, wie Sie ohne Risiko die Umgebung behandeln können – etwa das Hundekörbchen.

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