Recycling was kommt in welchen Müll?

Jeden Tag sammelt sich jede Menge Müll verschiedenster Sorten in einem Haushalt an: Angefangen bei leeren Flaschen über Kartons bis hin zu Batterien. In Deutschland müssen sie alle sorgfältig getrennt werden. Eine Aufgabe, mit der noch immer viele Verbraucher Probleme haben.

Rund 456 Kilogramm Hausabfall verursacht jeder Einwohner Deutschlands pro Jahr. Aufgrund dieser stattlichen Summe sind die Deutschen Erfinder und Weltmeister der Mülltrennung. Viele Deutsche sehen die Mülltrennung als den wichtigsten Beitrag zum Umweltschutz, den sie leisten können.

Was ist Recycling?

Recycling beschreibt die Wiederverwendung von Abfallprodukten oder ihrer Ausgangsmaterialien. Im Grunde wird Abfall durch bestimmte Verfahren zu Erzeugnissen, Stoffen oder Materialien aufbereitet, sei es für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke. Papier beispielsweise wird in einem Recyclingsprozess getrennt, gewaschen und zu neuem Papier verarbeitet.

Im Rahmen der Abfallhierarchie der EU-Vorgaben liegt das Recycling auf dem dritten Platz. Die Hierarchie sieht wie folgt aus:

  1. Abfallvermeidung
  2. Vorbereitung zur Wiederverwendung
  3. Recycling
  4. sonstige Verwertung
  5. Beseitigung

Gemäß EU-Richtlinie ist das Recycling ein Verwertungsverfahren. Nicht eingeschlossen ist die energetische Verwertung sowie die Aufbereitung zu Materialien zur Verwendung als Brennstoff.

Was kommt in welchen Müll?

Damit die Rezyklierung stattfinden kann, müssen Verbraucher ihren Müll korrekt trennen. Angesichts der verschiedenen Tonnen ist die Mülltrennung nicht ganz einfach. Wir unterscheiden zwischen folgenden Abfällen/Tonnen:

  • Gelbe Tonne: Hier gehören alle Leichtverpackungen rein, die den Grünen Punkt tragen. Dazu gehören leere Dosen, Tetrapacks oder auch Plastikverpackungen.
  • Papiertonne: Pappe und Papier werden in der blauen Papiertonne gesammelt. Zeitschriften, Zeitungen, Bücher und Verpackungen aus Karton oder Papier werden hier gesammelt.
  • Glascontainer: Altglas gehört in den Glascontainer. Unterschiede macht man zwischen braunem, weißem und grünem Glas. Mehrweg- oder Pfandflaschen gehören wie auch die Verschlüsse nicht in den Glascontainer.
  • Biomüll: Organische, kompostierfähige Abfälle wie Speisereste sowie Obst und Gemüse oder auch Teebeutel, Laub und Rasenschnitt können im Biomüll entsorgt werden.
  • Restmüll: In die schwarze Tonne gehören Abfälle, welche nicht verwertbar sind aber auch keine Schadstoffe enthalten. Dazu gehören unter anderem Gummireste, Windeln, Asche und Hygieneartikel.
  • Batterien: Akkus und Batterien enthalten Giftstoffe, sodass sie in speziellen Sammelboxen entsorgt werden müssen. Diese gibt es in vielen Supermärkten und anderen Geschäften.
  • Pfandflaschen: Diese Produkte sind an dem Mehrweg-Zeichen erkennbar. Auf sie gibt es Pfand, sodass sie nicht im Glascontainer entsorgt werden.

Wie kann man die Mülltrennung erleichtern?

Da es sieben verschiedene Müllkategorien gibt, kann die Trennung nicht mit einer einzigen Mülltonne erfolgen. Grundsätzlich besitzt bereits jeder Haushalt farbige Mülltonnen für unterschiedliche Müllarten:

  • braune Tonne für Biomüll
  • gelbe Tonne für Leichtverpackungen
  • blaue Tonne für Papier und Kartons
  • schwarze Tonne für Restmüll

Da diese Tonnen meistens draußen stehen, benötigt man auch drinnen Mülltonnen, die das Sortieren erleichtern. Im Handel sind spezielle Abfalleimer mit mehreren Kammern erhältlich. Sie erleichtern die Mülltrennung, sodass sie direkt beim Wegwerfen nicht erst bei der Entsorgung draußen erfolgt. Drei Kammern sollten ausreichen, um Plastik-, Rest- und Biomüll zu sortieren. Diese drei Müllarten kommen am häufigsten vor.

Was geschieht mit nicht recycelbarem Müll?

Auch wenn es selten vorkommt, kann es Müll geben, der nicht recycelbar ist. Grundsätzlich bemühen sich die heutigen Unternehmen, ihre Produkte aus recycelbaren Materialien zu produzieren. Was nicht recycelbar ist, wird in Müllverbrennungsanlagen verbrannt und anschließend als Brennstoff zur Energiegewinnung verwendet.

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