Rauchmelderpflicht was gilt es zu beachten?

Die Gefahren, die von einem Brand in einer Wohnung oder einem Haus ausgehen, sollten nicht unterschätzt werden. Jährlich ereignen sich allein in Deutschland circa 200.000 Brände, die mehrere Hundert Menschen das Leben kosten. Vor allem bei Nacht bleiben die Brände lange Zeit unbemerkt und die Folgen sind umso verheerender für die Bewohner. Dabei kann man sich ganz einfach vor möglichen Risiken schützen, indem man einen Rauchmelder installiert. Eine Rauchmelderpflicht kann hier Leben retten. Die Entwicklungen in anderen Ländern zeigen, dass die Anzahl der Brandopfer dadurch erheblich gesenkt werden kann. So wurde in Großbritannien bereits im Jahr 1992 eine Rauchmelderpflicht eingeführt. Die Zahl der Todesopfer konnte durch die gesetzliche Maßnahme um 40 Prozent gesenkt werden. In NRW ist die Rauchmelderpflicht seit dem 1. April 2013 Bestandteil der Landesbauordnung.

Was besagt die Rauchmelderpflicht?

Seit dem 1. April 2013 gilt die Rauchmelderpflicht für Neubauten. Für Bestandsbauten wurde eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2017 eingeführt. Laut Rauchmelderpflicht müssen ab der Einführung im Jahr 2013 alle Neubauten mit entsprechenden Rauchwarnmeldersystemen ausgestattet werden. Diese Pflicht besagt, dass alle Schlaf- und Kinderzimmer, die sich in der Wohnung oder im Haus befinden mit mindestens einem Rauchmelder ausgestattet werden muss. Zusätzlich muss auch jeder Flur, der einen Fluchtweg aus den Wohnräumen darstellt, mit einem Rauchmelder gesichert werden. Die Rauchmelder müssen in allen Räumen und Fluren so angebracht werden, dass eine Rauchentwicklung im Falle eines Brandes frühzeitig von den Geräten erkannt werden kann.

Wer trägt die Kosten der Umsetzung, Installation und Wartung?

Für die Umsetzung der Rauchmelderpflicht und die Installation der Rauchmelder ist der Eigentümer des Wohnhauses beziehungsweise der Wohnung verantwortlich. Dementsprechend sind auch die Kosten, die für den Einbau der Rauchwarnmeldersysteme anfallen, vom Eigentümer zu tragen. Bei Mietobjekten bedeutet dies, dass der Vermieter die Kosten für die Nachrüstung der Rauchmelder bezahlen muss. Da es sich bei der Rauchmelderpflicht jedoch um eine gesetzliche Maßnahme handelt, zu deren Umsetzung der Vermieter verpflichtet ist, darf er die Kosten hierfür auf die Mieter umlegen. In diesem Zuge darf der Vermieter die Jahresmiete erhöhen. Die Erhöhung darf bis zu 11 Prozent der Kosten, die für die Umsetzung und Installation angefallen sind, betragen. Die Wartung hingegen obliegt dem Bewohner der Wohnung. Dieser muss sicherstellen, dass die Rauchmelder betriebsbereit sind und die Wartungskosten hierfür selber tragen. Falls ein Rauchmelder defekt sein sollte, muss der Eigentümer die Kosten für den Austausch übernehmen.

Welche Pflichten hat der Mieter nach der Installation der Rauchmelder?

Nach der Installation muss der Mieter dafür sorgen, dass die Rauchmelder stets betriebsbereit sind. Eventuell anfallende Wartungen oder der Wechsel der Batterien müssen ebenfalls vom Mieter eingeleitet werden. Die Kosten hierfür müssen vom Mieter übernommen werden. Lediglich im Falle eines Defektes sind die Kosten vom Eigentümer der Wohnung beziehungsweise des Hauses zu tragen. Diese Pflichten darf der Vermieter im Mietvertrag festhalten und auf den Mieter übertragen. Falls die Instandhaltung jedoch bis zum Inkrafttreten der Pflicht vom Vermieter vorgenommen wurde, dann bleibt dies auch im Anschluss so erhalten.

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