LED oder Halogen Lampen

Immer dann, wenn es draußen dunkel wird, spätestens jedoch am Abend, wird überall in den Häusern das Licht eingeschaltet. Doch nicht jedes Leuchtmittel ist gleichermaßen gut geeignet, denn sie unterscheiden sich in ihrer Energieeffizenz, den eingesetzten Werkstoffen und dem verfügbaren Farbspektrum. Der Einsatz der richtigen Lampen kann somit bares Geld sparen und darüber hinaus zuträglich für Gesundheit und Wohlbefinden sein. Während der Einsatz künstlicher Beleuchtung im Sommer noch recht gering ausfällt, werden passende Leuchtmittel im Herbst und vor allem im Winter hingegen ein wichtiges Thema. Dabei steht derzeit die Wahl zwischen zwei Bauarten: Der LED- und Halogen-Lampe.

Hier kommen LEDs zum Einsatz

Bei LED-Leuchtmitteln handelt es sich um ein kombiniertes System aus Leuchtdioden und einem Vorschaltgerät zur Stromversorgung. Die Leuchtdioden sind eigentlich blau, können aber mit Hilfe geeigneter Lumineszenzfarbstoffe viele verschiedene Farben annehmen. Das Vorschaltgerät wandelt den üblichen Haushaltsstrom in Gleichstrom um, der für den Betrieb der Leuchtdioden zwingend benötigt wird. Hochwertige Geräte sorgen für flimmerfreies Licht. Wird Gleichstrom geringer Stärke zur Versorgung eingesetzt, etwa über einen USB-Port, entfällt das Vorschaltgerät.

Da LED-Leuchtmittel aufgrund ihrer Bauart keine Wärme abgeben, sind sie ideal dafür geeignet, um direkt in oder an Möbelstücken und Einrichtungselementen verbaut zu werden, beispielsweise als Unterbauleuchten. Da es viele LED-Leuchtmittel inzwischen sogar mit Fernbedienung gibt, kann die Helligkeit variabel eingestellt werden, aber auch ein Farbwechsel ist bei vielen Modellen möglich. LED-Leuchtmittel sind sehr flexibel, sie werden im Handel in Form von klassischen Lampen angeboten, können jedoch zum Beispiel auch als Lichtschlauch oder biegsamer Streifen zum Aufkleben erworben werden.

Der größte Vorteil von LED-Leuchtmitteln liegt in ihrer unschlagbaren Energieeffizienz – die große Mehrheit liegt in Klasse A oder besser. Das liegt daran, dass die Leuchtdioden einen Großteil des Stroms in Licht umwandeln und wenig Wärme erzeugen. Wenn Sie Energie und Geld sparen möchten oder eine ausgefallene, farbige Beleuchtung wünschen, liegen Sie mit LED-Leuchtmitteln genau richtig.

Halogen-Lampen immer noch konkurrenzfähig

In Zeiten von Energiesparlampen und LEDs werden Halogen-Leuchtmittel seit Jahren immer wieder tot gesagt, jedoch sind sie durchaus immer noch zeitgemäß. Gerade seit Energiesparlampen aufgrund ihres Quecksilber-Gehalts in die Kritik geraten sind, kommt Halogen zunehmend zurück in den Fokus. Es handelt sich hierbei um eine extrem kompakte Bauform der herkömmlichen Glühbirne, die im Vergleich eine längere Lebensdauer und höhere Energieeffizienz aufweist.

Eindeutiger Vorteil der Halogenlampe ist die Lichtqualität. Zwar gibt es seit geraumer Zeit bereits warmweiße LED-Lampen. Allerdings geht von diesen häufig blaues Licht aus. Der Farbindex liegt bei LEDs bei gerade einmal 80 bis 90, während er bei einer echten Lichtquelle, wie zum Beispiel der Flamme einer Kerze, bei 100 liegt. Deutlich besser für unser Wohlbefinden sind daher Halogenleuchtmittel, da diese über eine hervorragende Lichtqualität und unverfälschte Farbwiedergabe verfügen. Dies ist zum Beispiel im Wohnzimmer sehr empfehlenswert, aber auch am Esstisch – vor allem bei der Hauptbeleuchtung, der Deckenlampe. Wo immer Sie entspannen und abschalten möchten, ist das Licht einer Halogen-Lampe die erste Wahl.

Der wohl größte Nachteil einer Halogenlampe im Vergleich zur LED ist der deutlich höhere Energieverbrauch und die Wärmeentwicklung. Diese Leuchtmittel dürfen nur mit geeigneten Fassungen oder Lampen verbaut werden. Beim Einbau in geschlossene Systeme, zum Beispiel in Möbelstücke wie Vitrinen, ist Sachverstand vonnöten, damit es nicht zu großer Hitzeentwicklung kommt. Beim Wechsel des Leuchtmittels ist penibel darauf zu achten, dass keine Fingerabdrücke auf dem Glas zurück bleiben – die Rückstände können verkohlen und so die Lebensdauer der Lampe beeinträchtigen.

Den Raum korrekt beleuchten – so geht’s!

Anstatt dem Sommer durch den Einsatz möglichst vieler Lichtquellen hinterherzulaufen, ist es besser sich an den natürlichen Tagesrhythmus anzupassen. Es ist wesentlich besser für Ihr Wohlbefinden, wenn Sie sich am Nachmittag und Abend nicht mit hellen Lampen befeuern, sondern den Abend bei gedämpftem Licht genießen. Die Leuchtmittel sollten dann im Idealfall einen möglichst hohen Rotanteil aufweisen. Leuchtmittel mit warmweißen Licht sind dafür optimal, wenn sie maximal 3.000 Kelvin aufweisen, denn bei 2.700 bis 3.000 Kelvin ist die Beleuchtung am angenehmsten. Eine Lichtfarbe von 5.300 Kelvin oder höher kommt dem Tageslicht am nächsten und eignet sich daher besonders gut am Morgen oder für den Einsatz am Arbeitsplatz.

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