Wann darf man Rasenmähen?

Sobald es draußen wärmer wird, fangen bundesweit die Menschen wieder an, ihre Gärten und Wiesen auf Vordermann zu bringen. Dies bedeutet auch, dass der Rasenmäher wieder ausgepackt wird, um den Rasen wieder in Form zu bringen. Sobald Sie es sich in Ihrem Garten gemütlich machen möchten, kommt garantiert ein Nachbar auf die Idee, Ihre Ruhe jäh zu stören und mäht seinen Rasen.


Je nachdem, wie groß der Garten nun ist, kann das Rasenmähen mehr oder weniger lang dauern. Viele Nachbarn fühlen sich durch dieses monotone Geräusch gestört. Doch wie sieht es eigentlich wirklich aus? Darf man zu jeder Zeit ungehemmt seinen Rasen mähen?

An welchen Tagen, zu welchen Zeiten und wie lange darf man Rasenmähen?

Im Jahr 2002 wurde eine neue Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BlmSchV) erlassen. Diese besagt, dass der Rasenmäher, während der Werktage bereits morgens ab 7 Uhr problemlos in Betrieb genommen werden darf. Dann zu dieser Zeit endet die Ruhezeit. Ab 20 Uhr ist dann aber Feierabend, denn dann beginnt die Ruhezeit wieder. An einem Sonntag darf der Rasenmäher grundsätzlich nicht betrieben werden. Ebenso verhält es sich an Feiertagen.

Wo finden Sonderregelungen Anwendung?

In einigen Bundesländern und Kommunen gibt es eine sogenannte Mittagsruhe. Diese geht von 13 bis 15 Uhr. Zwar bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass man während dieser Zeit seinen Rasen nicht mähen darf. Allerdings können Sie sich währenddessen mitunter sehr viel Ärger mit Ihren Nachbarn einhandeln. Es gibt aber auch einige Bundesländer, in denen die Mittagsruhe gesetzlich verpflichtend ist.

Für welche Geräte gilt die Einhaltung der Ruhezeit, welche sind davon ausgenommen?

Nun gibt es in einem gut ausgestatteten Garten ja in der Regel mehr Geräte als nur einen Rasenmäher. Neben einem Benzin- oder Elektrorasenmäher gibt es unter anderem zum Beispiel die Heckenschere, den Rasentrimmer (oder Rasenkantenschneider) oder den Schredder. All diese Geräte dürfen während der Ruhezeit nicht betrieben werden.

Es gibt aber auch einige Gartengeräte, die auch während der Mittagsruhe oder sogar über die abendliche Ruhezeit hinweg problemlos genutzt werden dürfen. Hierzu zählen zum Beispiel die Handschere, ein Handmäher oder die Sense, also im Grunde alle jene Geräte, die durch reine Muskelraft betrieben werden, nicht jedoch durch Motoren.

Welche anderen Geräte dürfen nur mit Einschränkungen im Garten benutzt werden?

So mancher Gartenbesitzer besitzt auch noch weitere Gartengeräte, die einer besonderen Regelung unterliegen. Dabei handelt es sich um besonders lautes Gerät. Diese dürfen an Sonn- und Feiertagen nicht genutzt werden. Aber auch an Werktagen ist die Nutzung zwischen 13 und 15 Uhr strikt untersagt. Ebenso ist der Betrieb erst ab 9 Uhr am Morgen bis maximal um 17 Uhr am Abend gestattet.

Bei den Geräten, die einer solchen Sonderregelung unterliegen, handelt es sich zum Beispiel um Laubbläser und Laubsammler, sowohl mit Benzin- als auch mit Elektromotor. Auch Freischneider und Grastrimmer mit Benzin- oder Elektromotor sind betroffen.

Anders sieht es aber aus, wenn das Gerät über ein Umweltzeichen der EU verfügt. Hierbei handelt es sich um eine stilisierte Blume, deren Blütenblätter aus 12 Sternen bestehen und deren Blütenmitte ein Euro-Zeichen darstellt. Dieses Siegel erlaubt die Nutzung auch zu normalen Zeiten.

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