Heizkörper-Typen im Überblick

Vielleicht mussten Sie sich selber, oder jemand den Sie kennen, schon einmal mit dem Thema Heizkörper auseinandersetzen. Es gibt viele Möglichkeiten und viel Auswahl: Außer dem wohl bekannten weißen, glieder- oder plattenförmigen Heizkörpers unter dem Fenster existieren noch viele weitere Modelle. Mittlerweile gibt es sie in den verschiedensten Formen und Farben. Außerdem können sie neben ihrer Grundfunktion, die Räume in der kalten Winterzeit zu erwärmen, noch weitere dekorative und praktische Funktionen erfüllen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein Heizkörper überhaupt funktioniert und was Sie alles über die verschiedenen Heizkörper-Typ wissen müssen.

Funktionsprinzip von Heizkörpern

Es gibt zwei verschiedene Arten der Wärmeübertragung: Die Strahlungwärme und die Konvektionswärme. Heizkörper werden oft auch Radiatoren genannt, jedoch bezieht sich das Wort „Radiator“ nur auf die reine Wärmestrahlung eines Objekts.

Strahlungwärme entsteht durch Strahlen im Infrarotbereich, die nur feste Gegenstände wie Möbel oder Wände erwärmen. Dadurch wirbeln sie nicht die Raumluft auf. Die Infrarotstrahlung verhält sich ähnlich wie Licht, daher kann sie nicht durch Objekte hindurchdringen. Würde man also auf einer Couch sitzen, die vor einem reinen Radiator stünde, würde man frieren.

Damit das nicht passiert, wird durch den Heizkörper nicht nur direkte Wärmestrahlung abgegeben, sondern es wird auch die Luft erwärmt. Das Erwärmen der Luft geschieht nach dem physikalischen Prinzip der Konvektion: Warme Luft steigt auf, kalte Luft senkt sich ab.

Im Heizkörper funktioniert es im Prinzip genauso. Die Luft wird zwischen den Platten eines Heizkörpers erwärmt und steigt nach oben. Da diese Luft aber ersetzt werden muss, zieht der Heizkörper kalte Luft aus dem Raum von unten nach und erwärmt diese dann wieder. Das ganze geschieht in einem ständigen Kreislauf, weshalb der ganze Raum nach einiger Zeit erwärmt ist.

Heizkörper-Typen

Konvektoren
Bei Konvektoren handelt es sich um wasserführende Rohre mit Lamellen aus Aluminium, Kupfer oder Stahlblech. An diesen Rohren kann sich kalte Luft nach dem Prinzip der Konvektionswärme, aufwärmen. Da dieser Heizkörper schnell für Wärme sorgt, findet man ihn häufig in Fußleisten vor großen Terrassentüren oder unter Sitzbänken. Was für Allergiker allerdings nachteilig sein könnte, ist, dass dieser Heizkörpertyp die Luft im wahrsten Sinne des Wortes aufwirbelt. Außerdem ist ein Konvektor schwer zu reinigen und teuer in der Anschaffung.

Flachheizkörper / Plattenheizkörper
Der Flachheizkörper ist die meist verbaute Standartform, welche im Regelfall eine, zwei oder drei Platten hat, die mit Metallstreben verbunden sind. Wenn eine Bauform mehrere Platten hat, wird es als Kompaktheizkörper bezeichnet.
Der Flachheizkörper arbeitet nach dem kombinierten Strahlungs- und Konvektionsprinzip, wie alle Heizkörper, wobei 50 bis 70 Prozent davon Strahlungswärme sind. Besonders für diesen Heizkörper ist die geringere Bautiefe und die kleineren Ausmaße. Außerdem passt sich der moderne Flachheizkörper schneller Temperaturunterschieden im Heizkreislauf an und kann schnell aufheizen und schnell abkühlen.

Gliederheizkörper
Der Gliederheizkörper ist der Klassiker unter den Heizkörpern. Er ist günstig in der Anschaffung und setzt sich aus einzelnen, genormten Gliedern zusammen. Deshalb wird er häufig in Schulen eingesetzt, wo es auf die Maße ankommt. Doch dadurch, dass der Heizkörper hauptsächlich Konvektionswärme (etwa 70 Prozent) abgibt, sorgt die Wärme nicht für den besten Heizkomfort.

Röhrenheizkörper
Im Prinzip sind die so genannten Röhrenheizkörper weitergebildete Gliederheizkörper. Sie bestehen aus Stahlrohren, wo eins neben dem anderen platziert wird. Da sie dadurch besonders flexibel sind, gibt es sie in vielen Bautiefen und Bauhöhen. Außerdem ist dieser Heizkörpertyp leicht zu reinigen.

Gussheizkörper
Die Gussheizkörper sehen nicht nur alt aus und sind unheimlich schwer, sie sind auch nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem gibt es, vor allem in Altbauten oder im Denkmalschutz, oft Gründe, Gussheizkörper einzubauen. Ein Vorteil dieses Heizkörpers ist die hohe Wärmespeicherfähigkeit. Nach der Abschaltung der Wärmezufuhr hält der Gussheizkörper die Wärme im Vergleich zu anderen Heizkörpern sehr lange.

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