Hecke schneiden - so gehts

Eine Hecke findet man heute in so gut wie jedem Garten. Sie sieht nämlich nicht nur gut aus, sondern bietet zusätzlich noch mehrere Funktionen: Sie ist nämlich gleichzeitig sowohl Lebensraum als auch Sichtschutz. Damit die Hecke aber auch schön grün, dicht und vor allem auch in Form bleibt, muss sie natürlich geschnitten werden. Schließlich möchten Sie ja auch lange etwas von Ihrer Gartenhecke haben. In diesem Text erfahren Sie alles, was Sie über eine Gartenhecke, die beste Schnittzeit und die dafür benötigten Werkzeuge wissen müssen.

Form bestimmen und bester Schnittzeitpunkt

Zunächst geht es darum, dass die Hecke auch die richtige Form hat und zu der bestmöglichen Zeit geschnitten wird. Wenn Sie eine Hecke haben, die von Bäumen abstammt, wie beispielsweise die Hainbuche, Rotbuche oder der Feldahorn, sollte am besten schon in dem Jahr, in dem sie gepflanzt wurde, ein Rückschnitt erfolgen. Durch diesen frühen Rückschnitt regen Sie nämlich ein stark verzweigtes Wachstum an.

Im Gegensatz zu den Heckengehölzen brauchen die Nadelgehölze, wie beispielsweise die Koniferen und die Thuja, ein Jahr Ruhe, damit sie gut anwachsen können. Ab dem zweiten Jahr können Sie diese Art von Hecke dann auch jährlich zurückschneiden, auch wenn sie vielleicht noch nicht die gewünschte Höhe erreicht hat.

Zusätzlich müssen je nach der Sorte beim Schnitt noch verschiedene Aspekte beachten. Nadelgehölze zum Beispiel verkahlen schnell, wenn sie nicht genügend Sonne bekommen. Die ideale Schnittform für Nadelgehölzer ist daher die Trapezform, bei der die Hecke unten breiter ist als oben. Außerdem sollten solche Hecken immer dort stehen, wo sie möglichst viel Sonne abbekommen.

Doch wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt, um die Hecke zu schneiden? Den ersten Schnitt nehmen Sie am besten schon im Februar vor, da Sie dadurch für einen gleichmäßigen und auch dichten Wuchs in der von Ihnen gewünschten Höhe und Form sorgen. Im Frühsommer kann dann der nächste, etwas schwächere Schnitt erfolgen. Die beste Zeit für den Formschnitt ist der August, da das Wachstum dann zusätzlich nochmal angeregt wird und Frostschäden auf jeden Fall vermieden werden.

Außerdem ist das beste Wetter, um die Hecke zu schneiden, eher bewölkt und trüb. Schneiden Sie Ihre Hecke auf keinen Fall in der prallen Sonne, da die angeschnittenen Nadeln oder Blattspitzen dann braun werden könnten. Es gibt sogar auch eine bevorzugte Tageszeit um die Hecke zu schneiden – und zwar der späte Nachmittag. Zu dieser Zeit hat sich der Saft nämlich schon aus den Blätter und Zweigen zurückgezogen und die Sträucher sind zusätzlich auch weniger empfindlich.

Werkzeuge für den Heckenschnitt

Um eine Hecke zu schneiden, brauchen Sie gar nicht so viel Werkzeug. Zum einen benötigen Sie natürlich entweder eine Hand-Heckenschere oder eine Akku-, Benzin- oder Elekto-Heckenschere. Außerdem dürfen dann für die eigene Sicherheit die Schutzbrille und die Arbeitshandschuhe nicht fehlen. Um die Hecke besser schneiden zu können, benötigen Sie dann noch eine Gartenschere, sowie auch einen Bambusstab oder Pfosten und eine Schnur.

So wird’s gemacht

Schneiden Sie die Flanken der Hecke so gut wie möglich in kreisförmigen, langen Zügen von unten nach oben. Mit der gleichen bogenförmigen Bewegung stutzen Sie dann die Oberseite der Hecke. Dabei sollten Sie die Heckenschere leicht zu sich kippen. Damit die Hecke schön dicht wird, nehmen Sie am besten etwa drei Viertel des jährlichen Zuwachses weg.

Um sich das Schneiden der Hecke beziehungsweise das anschließende Aufräumen leichter zu machen, empfiehlt es sich, ein altes Bettlaken unter die Hecke zu legen. Dadurch fällt das Schnittgut sofort auf das Bettlaken und Sie können es im Anschluss ganz einfach und bequem entsorgen.

Jeder Heckenbesitzer möchte natürlich auch, dass seine Hecke gerade ist. Damit Sie Ihre Hecke auch wirklich gerade schneiden, können Sie sich als Hilfsmaterial zwei Pfosten und eine Schnur nehmen. Spannen Sie einfach die Schnur zwischen die zwei Pfosten, natürlich auch auf der Höhe, an der Sie am Ende dann auch entlangschreiben möchten. Es bringt ja nichts, die Schnur zwei Meter höher zu hängen, als Sie im Endeffekt schneiden wollen.

Es können übrigens nicht nur alte Sträucher ganz radikal zurückgeschnitten werden, auch alte und kahl gewordene Laubhecken können das. Dadurch haben sie wieder einen schöneren Schnitt und die Hecke sieht ein wenig jünger und auch gesünder aus.

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