Gartenzaun selber bauen

Die meisten Menschen, die ein Haus Ihr Eigen nennen, werden auch einen Garten dazu haben. Dabei übernimmt der Gartenzaun gleichzeitig unterschiedliche Funktionen. Einerseits dient er als Begrenzung und zeigt so an, wo Ihr Grundstück anfängt und wo es aufhört. Außerdem ist er ein gestalterisches Element, welches Ihrem Garten eine ganz individuelle und persönliche Note verleiht. Natürlich dient ein Gartenzaun auch zur Sicherheit, denn er macht es unerwünschten Besuchern schwer auf Ihr Grundstück zu gelangen. In diesem Text erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen um einen Zaun für Ihren Garten selber zu bauen. 

Zaun bauen – die Basics

Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, ist im Vorfeld eine gründliche Organisation besonders wichtig. So sparen Sie sich Frust, Abriss und Mehrarbeit, weil nicht alles so verläuft, wie Sie sich es vorgestellt haben.

Als erstes muss die Fläche exakt ausgemessen werden. Anhand der Daten können Sie anschließend die Positionen für die Pfosten exakt bestimmen. Dafür können Sie mit einer Richtschnur arbeiten. Achten Sie auf einen gleichmäßigen Abstand zwischen den Pfosten, da so die Stabilität erhöht wird.

Anschließend erfolgt das Setzen der Zaunpfosten. Damit die Pfosten am Ende auch alle dieselbe Höhe haben, ist die Verwendung einer Schlauchwasserwaage ratsam, da Sie dadurch dieselbe Höhe von zwei zueinander versetzten Pfosten exakt bestimmen können. Bitte beachten Sie, dass Sie mit Einschlaghülsen nur bedingte Anpassungsmöglichkeiten haben.

Wenn Sie die Pfosten abgeschnitten haben, sollten Sie diese mit Korrosionsschutz versiegeln.

Holzlattenzaun bauen

Besonders beliebt sind dabei die Gartenzäune aus Holz, entweder aus fertigen Zaunelementen oder als traditioneller Lattenzaun gearbeitet. Achten Sie bei der Auswahl des Holzes besonders darauf, dass es sich um eine witterungsbeständige Sorte handelt. Dabei ist das heimische Lärchenholz sehr gut geeignet, dagegen müssen Nadelhölzer wie zum Beispiel die Fichte durch einen Schutzanstrich versiegelt oder imprägniert werden.

Ihr erster Schritt zum neuen Zaun ist das Aufstellen der Bodenhülsen. Dabei ist die schnellste und einfachste Möglichkeit für die Befestigung Einschlaghülsen, die man dann in den Boden treibt. Bei dieser Variante ist es nicht notwendig, Löcher auszuheben und die Pfosten dann einzubetonieren. Das ist nicht nur umständlich, sondern auch sehr mühsam.

Damit Sie überprüfen können, ob der Boden für diese Bauweise geeignet ist, können Sie eine Eisenstange in den Boden schlagen. Wenn das ohne Probleme möglich ist, kann der Zaun auf diese Art montiert werden. Stößt die Eisenstange allerdings auf Widerstand, sollten Sie die Zaunpfosten besser einbetonieren, da die Einschlaghülsen sonst nicht tief genug eingebracht werden könnten.

Die Einschlaghülsen werden dann in den Boden eingeschlagen, bis die Metallmanschette mit dem Boden bündig abschließt. Verteilen Sie dann die Einschlaghülsen gleichmäßig über die Strecke, die umzäunt werden soll. Die Abstände zwischen den einzelnen Pfosten sollte allerdings nicht größer sein als 1,5 Meter, da der Zaun ansonsten wackelig wird.

Anschließend wird der Pfosten in die Einschlaghülsen gestellt und mit einer Maschinenschraube fixiert. Achten Sie darauf, dass die Pfosten gerade verlaufen.

Nun können Sie entweder fertige Zaunlatten verwenden oder sie gestalten sich diese selber. Dabei sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sie sollten nur darauf achten, dass die Latten oben nicht mit einer geraden Kante enden. Hier könnte sonst da das Regenwasser nicht direkt abfließen und würde in das Holz eindringen, wodurch es schnell zur Verrottung kommt. Befestigen Sie die vormontierten Zaunelemente an den Pfosten, zum Beispiel mit Schrauben.

Maschendrahtzaun bauen

Es ist relativ einfach, einen Maschendrahtzaun aufzubauen. Sie müssen dabei allerdings beachten, dass es verschiedene Techniken gibt, wie man den Pfosten befestigen kann. Die meisten modernen Maschendrahtzaun Systeme sind ziemlich ähnlich aufgebaut.

So gibt es zum Beispiel Schellen, die über die Pfosten gestülpt und anschließend verschraubt werden. Je nach der Höhe des Zauns sollt diese alle zwei bis drei Pfosten erfolgen. An diesen Stellen werden zusätzlich auch die Spanner befestigt.

Im Anschluss können Sie sowohl den Kopfdraht als auch den Fußdraht spannen. Mit dem Spannen des mittleren Drahts müssen Sie noch ein wenig warten. Nun muss der Maschendrahtzaun befestigt werden. Schieben Sie dafür an einem Ende den ersten Spannstab in den Maschendrahtzaun. Dieser wird dann abwechselnd durch alle Maschen geführt. Sie können den Spannstab dann an den Befestigungshaken der Schellen einhängen. Ziehen Sie nun den Maschendrahtzaun bis zum nächsten Pfosten.
Jetzt wird auch der mittlere Spanndraht in die Maschen eingeflochten. An den Enden werden die Spanndrähte dann mit den Spannern durch das Drehen der Schraube gespannt.

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