Fogging – Was ist das und was hilft dagegen

Für viele Bewohner einer frisch renovierten Wohnung oder eines neu erbauten Hauses währt die Freude nur wenige Monate. Sobald es Winter wird und die Heizperiode einsetzt, stehen sie schnell einem seltsamen Phänomen gegenüber: Dem Fogging. Wände und Einrichtungsgegenstände werden mit einer schwarzen Schicht überzogen. Doch was ist das und was hilft dagegen?

Woher kommt der Schwarzstaub?

Fogging ist ein relativ neues Phänomen. Es handelt sich um schwarze, schmierige Ablagerungen bevorzugt in Wandecken, aber auch an Möbeloberflächen. Zunächst kann Entwarnung gegeben werden: Der Schwarzstaub ist für die Bewohner ungefährlich und lediglich ein optisches Problem. Sorgen um die Gesundheit muss sich also niemand machen.

Woher Fogging genau kommt, weiß tatsächlich niemand mit Gewissheit. Allerdings gibt es zahlreiche Hinweise darauf, dass der Schwarzstaub eine Verbindung zwischen schwer flüchtigen organischen Verbindungen und normalem Hausstaub sein könnte. Weichmacher, Alkohole und langkettige Alkane zählen etwa zu diesen Verbindungen.

Diese Substanzen gasen aus nahezu allem aus, was an Dekoration, Einrichtung sowie Wand- und Fußbodenbelag in die Wohnung gebracht wurde. Daher sind frisch renovierte und neu eingerichtete Zimmer besonders betroffen, denn neues Material gibt diese organischen Verbindungen verstärkt ab. Besonders stark ist die Emission bei neuen:

  • Wandfarben
  • Lacken
  • Dekoroberflächen aus Kunststoff z.B. auf Möbeln oder Laminat
  • PVC-Fußbodenbelägen

Die schwer flüchtigen organischen Verbindungen gasen sehr langsam, aber kontinuierlich über einen langen Zeitraum aus. Wird viel gelüftet, sind sie jedoch nur in geringer Konzentration in der Raumluft vorhanden.

Anders sieht es im Winter aus: Nun wird seltener gelüftet, und die Konzentration der Verbindungen kann in der Raumluft ansteigen. Gerade moderne Wohnungen und Häuser sind betroffen, denn durch energieeffiziente, dicht schließende Türen und Fenster ist nur noch wenig Luftaustausch vorhanden. Die schwer flüchtigen organischen Verbindungen können sich nun mit Staubpartikeln in der Luft verbinden und an Wänden und Einrichtungsgegenständen ablagern – Fogging entsteht.

Was tun gegen Fogging?

Gegen Schwarzstaub ist Vorsorge die beste Verteidigung. Das Ausgasen der schwer flüchtigen organischen Verbindungen lässt sich nicht vermeiden. Daher ist regelmäßiges Stoßlüften gerade in frisch renovierten Wohnungen besonders wichtig.

Auch bei der Auswahl der neuen Einrichtung kann Fogging entgegengewirkt werden. Achten Sie auf Wandfarben und Lacke, die möglichst frei von Weichmachern sind. Auch sind natürliche Materialien den künstlichen in puncto Fogging-Prävention überlegen: Die organischen Verbindungen gasen vor allem aus Möbeln mit Kunststoff-Dekoren aus. Massivholz, Edelstahl und Glas ist hier die bessere Wahl.

Wenn Fogging einmal da ist, dann ist guter Rat teuer. Die Wohnung sieht je nach Schwere des Befalls aus, als habe darin ein Brand stattgefunden – kein schöner Anblick.

Häufig lässt sich der Belag durch den Einsatz von warmen Wasser mit Spülmittelzusatz entfernen. In hartnäckigen Fällen hilft auch Kunststoffreiniger. Auf Möbeloberflächen haben Sie die besten Chancen, den Schwarzstaub wieder vollständig zu entfernen.

Da Wände natürlich nur schlecht feucht abgewaschen werden können, ist hier oft ein Neuanstrich oder das erneute Tapezieren notwendig. Achten Sie bei der Auswahl der neuen Wandfarbe oder Tapeten unbedingt auf lösemittel- und weichmacherfreie Produkte.

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