Fassadenverkleidung - Diese Möglichkeiten gibt es

Wenn man sich dazu entscheidet, in ein Haus oder eine Wohnung zu ziehen, gibt es viele Möglichkeiten, die Räume zu gestalten, sodass man sie im Endeffekt schön findet. Schön sollte dann natürlich auch die Fassade des Hauses sein, aber das ist natürlich noch nicht alles. Im Vordergrund steht der Schutz des Mauerwerks vor Witterung und Umwelteinflüssen.

Allgemein trägt eine Fassade sehr viel zu dem gesamten Eindruck des Hauses bei. Ist die Fassade heruntergekommen hat das selbstverständlich negative Auswirkungen auf den Gesamteindruck des Hauses. Auch in Hinblick auf die Wärmeisolierung und den Schutz der Bausubstanz ist eine gepflegte Fassade natürlich ein enormer Vorteil.

Diese Fassaden gibt es!

Es gibt die verschiedensten Fassadensysteme mit ihren ganz eigenen Vor- und Nachteilen. Von Vorhangfassaden über vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF) bis hin zu Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) ist alles dabei. Wir möchten Ihnen die gängigsten Typen vorstellen.

Die Natursteinfassade

Die beliebteste Variante ist die Natursteinfassade. Man unterscheidet zwischen einer Fassadenverkleidung mit Schieferplatten und der Aufmauerung einer Steinfassade.

Da die Schieferplatten ein Naturprodukt sind, sind sie in der Verarbeitung ein wenig schwieriger. Je nach Art der Verlegung kann es passieren, dass die rohen Platten erst vor Ort bearbeitet und danach angebracht werden können. Es gibt außerdem verschiedene Möglichkeiten, die Schiefersteine an der Fassade anzubringen. Dadurch kann das Aussehen der Fassade erheblich beeinflusst werden. Einfacher wird es mit vorgefertigte Fassadensystemen: Diese erleichtern dem Handwerker die Arbeit, da er nicht jeden Stein einzeln an die Fassade anbringen muss, sondern einfach komplette Elemente montieren kann.

Darüber hinaus kann der Hausbesitzer zwischen Granit-, Sandstein- und Marmorfassaden wählen.

In jedem Fall gilt: Wenn Sie eine echte Natursteinfassade haben möchten, kann die Verlegung ganz schön kostenintensiv und zeitaufwändig werden.

Die Klinker-Fassade

Die Klinker-Fassade ist der Klassiker unter der Fassadenverkleidung. Der Unterschied zum Naturstein ist, dass die Klinkerziegel künstlich hergestellt werden. Dabei ist der Vorteil, dass die Klinker gebrannt und sofort für die Verlegung produziert werden, weshalb der Handwerker nicht so viel Arbeit hat. Auch hierbei muss nicht jeder Stein einzeln verlegt werden, sondern es gibt bereits vorgefertigte hinterlüftete Fassadensysteme. Außerdem ist diese Art der Fassade so konstruiert, dass sie atmungsaktiv ist und das Innere des Hauses vor Wärmeverlust schützt.

Bei der Klinkerfassade gibt es zudem viele Gestaltungsmöglichkeiten, z.B. was die Farbe oder das Material angeht. Auch das macht sie außerordentlich attraktiv.

Die Holzfassade

Neben der Natursteinfassade ist auch die Holzfassade sehr beliebt. Bei dieser Variante wird die Hauswand mit einzelnen Holzlatten verkleidet. Entscheiden Sie sich unbedingt für die Montage einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade, damit das Holz so schnell wie möglich trocknen kann.

Zwar ist Holz ökologisch, aber einen prägnanten Nachteil hat es dennoch: Es ist sehr pflegeintensiv. Bei weniger oder keiner Pflege kommt es dann schnell mal dazu, dass das Holz recht bald nicht mehr so schön aussieht. Wer die Fassade allerdings vernünftig pflegt hat lange etwas von ihr und sticht aus der Masse heraus, da die Holzfassade in vielen Landstrichen ein durchaus seltener Anblick ist.

Ein weiterer Vorteil: Wenn Ihnen die aktuelle Farbe Ihrer Fassade einmal nicht mehr gefällt, können Sie diese jederzeit problemlos umstreichen lassen.

Die begrünte Fassade

Natürlich besteht eine weitere Möglichkeiten auch darin, seine Fassade zu begrünen. Die Pflanzen sehen dabei nicht nur schön aus, sondern sie schützen die Wand vor der Nässe und produzieren Sauerstoff. Zusätzlich binden sie sogar noch Staub.

Klassiker bei der Fassadenbegrünung sind Efeu und Wilder Wein.

Damit man nicht vor lauter Pflanzen irgendwann nichts mehr sehen kann, sollte die Fassade vor der Begrünung gründlich auf Risse untersucht werden. Sind diese nämlich vorhanden, wachsen die Pflanzen nicht mehr ganz so kontrolliert.

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