Den Garten winterfest machen

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken von Woche zu Woche merklich ab. Langsam aber sicher wird es Zeit, dass der Garten auf die kalte Jahreszeit vorbereitet wird. Schon im Herbst beginnen die Gartenpflanzen damit, ihren Stoffwechsel herunterzuschrauben, da sie ihre Ressourcen schonen möchten. So haben sie die Möglichkeit, auch nächstes Jahr wieder aufblühen zu können. Dies ist genau die richtige Zeit, um den Garten auf den kommenden Winter vorzubereiten. Damit Ihr Garten auch im nächsten Jahr richtig gut aussieht, sind einige Aufgaben erforderlich.

Entfernen Sie das Laub

Anfang Herbst beginnen die Bäume damit, ihre Blätter abzuwerfen. Wer einen ordentlichen Garten haben möchte, der wird in der Regel direkt damit beginnen, das gefallene Laub regelmäßig zu entfernen. Wer es mit der Ordnung nicht ganz so genau nimmt, der sollte zumindest dafür sorgen, dass die Wege laubfrei sind, da das Laub eine große Rutschgefahr bedeutet.

Wenn Sie auch im nächsten Jahr noch einen gepflegten Rasen haben möchten, dann sollten Sie dafür sorgen, dass das Laub nicht während des gesamten Winters unter dem Schnee liegen bleibt. Überall dort, wo das Laub liegen bleibt, können sich braune Stelle bilden. Entfernen Sie das Laub deshalb regelmäßig, spätestens jedoch vor dem ersten Schneefall, vollständig von der Wiese. Um besonders schnell vorzugehen, können Sie dafür wahlweise zum Laubsauger oder zum Rasenmäher greifen statt zum Laubrechen. In den Gemüse- und Blumenbeeten hingegen können Sie das Laub ruhig liegen lassen. Hier bietet es einen idealen, natürlichen Frostschutz. Das zusammengerechte Laub der Wiese können Sie selbstverständlich auch direkt auf den Beeten verteilen, anstatt es auf den Komposter zu werfen.

Schneiden Sie die Bäume und Hecken zurück

Spätestens ab Oktober sollten Sie damit beginnen, die Hecken du Bäume zurückzuschneiden. So können sie im nächsten Frühling wieder wunderbar austeiben, da sie ihre gesamte Kraft in das Wachstum neuer Triebe stecken können, statt sie an alte Äste zu verlieren. Schneiden Sie dafür an den Bäumen sämtliche Äste weg, die krank oder abgestorben sind, aber solche, die sich gegenseitig überschneiden. Entfernen Sie diese so nah wie möglich am Stamm. Auch zu lange Äste und Zweige sollten entsprechend gekürzt werden. Hier setzen Sie am besten direkt nach einem junge Trieb an. Selbstverständlich dürfen Sie auch die Hecken nicht vergessen, die ebenfalls ausgedünnt werden sollten. Entfernen Sie auch hier rigoros alle Äste, die krank oder bereits abgestorben sind sowie solche, die zu lang sind. Arbeiten Sie sich langsam aber sicher an die Form heran, die Ihre Hecke haben soll.

Schützen Sie Ihre Pflanzen vor Frost

Vergessen Sie unter keinen Umständen Ihre Beetpflanzen, denn nicht jede Pflanze, die Sie im Garten haben, kommt mit extremer Kälte gut zurecht. Das Laub, welches auf den Beeten liegt, aber auch das von den Wiesen, ist der perfekte Frostschutz, da es eine isolierende Schutzschicht bildet. Verteilen Sie es ruhig großzügig auf den Beeten. Damit noch genug Luft an die Pflanzen kommen kann, können Sie das Ganze mit Reisig auflockern.

Vor allem Kübelpflanzen bedürfen in der Regel eines besonderen Schutzes, was insbesondere für nicht winterharte Pflanzen gilt. Diese sollten Sie idealerweise im Haus an einem dunklen, kühlen Ort bei etwa 5 bis 10 Grad Celsius einlagern. Hier können die Pflanzen ihren Winterschlaf halten, bis sie im Frühjahr wieder in den Garten dürfen. Wer jedoch nicht den Platz hat, um seine Pflanzen ins Haus zu holen, der sollte die Pflanzen dennoch vor Frost schützen. Wickeln Sie dafür die Pflanze in ein Gartenvlies oder in einen Jutestoff und verteilen Sie großzügig Reisig um den Stamm herum auf dem Pflanzkübel. Anschließend wickeln Sie den Pflanzkübel und auch den Stamm der Pflanze mehrfach in Luftpolsterfolie oder in Kokosmatten ein. Am besten stellen Sie den Pflanzkübel zusätzlich auf eine dicke Styroporplatte, damit auch vom Boden kein Frost an die Pflanze gelangen kann.

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